Tag der Geomatik

13. November 2019




Ausstellung

für alle Besucherinnen und Besucher, 10.00 - 16.00h Eingangsbereich kultur & kongresshaus aarau sowie Schlossplatz. Keine Anmeldung erforderlich, Eintritt frei.

Unsichtbares sichtbar machen

Die Augusta Raurica-App «Unsichtbares sichtbar machen» ermöglicht mittels Virtual-Reality neue Einblicke in die ehemalige Römerstadt.

Livemap Switzerland

Ein Luftbildteppich der Schweiz wird mit verschiedenen Echtzeit-Informationen erweitert. Damit wird es möglich mit dem Smartphone, Orte oder Flugzeuge auf dem Teppich zu suchen.

3D Gesichtsscan

Lasse in wenigen Minuten dein Gesicht scannen und in einem Modell im Computer nachbilden. Dieses 3D-Modell kann anschliessend mit einem PDF-Viewer von allen Seiten betrachtet werden.

Auf der Suche nach dem Mikrometer

Manchmal kommt es auf die sprichwörtliche Haaresbreite an. Wir zeigen am Stand einen Lasertracker, mit dem man auf Tausendstel Millimeter genau messen kann.

Verkehr und Transport

Einblick in die aktuelle Forschung am Institut für Verkehrsplanung und Transportsysteme der ETH Zürich.

Geodäsie aus dem Weltraum

Wie vermisst man eigentlich die Form der Erde? Wieso brauchen wir Satelliten im Weltraum, um uns unten auf der Erde zu Orten? Ein kleiner Einblick in die Erforschung der Erde aus dem Weltraum.

Augmented Reality Sandbox

Forme in der Sandkiste eine Landschaft, lasse es virtuell regnen und beobachte, wie das Wasser abfliessen würde.

Maschinensteuerung Simulator

Erlebe im Baggersimulator von Leica Geosystems, wie mit modernster Sensorik die Baggerschaufel mit höchster Präzision gesteuert werden kann.

Vermessung der Körpergrösse

Stell dich unter das übergrosse Stativ mit der Totalstation und lasse deine Körpergrösse messen.

Geomatik in der Leichtathletik

In der Leichtathletik müssen Wettkampfresultate genau, zuverlässig und schnell bestimmt werden.

SwissGeoLab

Das mobile Labor der Geomatik steht vor dem kuk bereit. Mittels verschiedener interaktiver und origineller Experimente wird die Geomatik erlebbar gemacht.

GNSS Messwettbewerb

Beweise im Messwettbewerb wie schnell du mit dem neusten Leica GNSS-Empfänger Punkte zentimetergenau messen kannst.

Reality-Check mit 3D-Daten

Erlebe anhand eines Parcours, wie Ackermann+Wernli AG 3D-Messverfahren einsetzt und wie unsere Sinne uns ein verfälschtes Bild der realen Umwelt liefern.

Stadtmuseum Aarau «Kern exakt200!»

Mit der Foyerausstellung nimmt das Stadtmuseum Aarau die Geschichte der ehemaligen Firma Kern zum Anlass, die technische Entwicklung der Vermessung zu dokumentieren und ihre gesellschaftliche Bedeutung bis heute zu ergründen: Welche Rolle spielt unser Handy dabei und wie gehen Staaten und Firmen wie Google mit Geodaten um? Besondere Attraktion der Ausstellung ist ein 3D-Scanner: Hier kannst du dich selbst vermessen und dir deine eigene Punktwolke nach Hause mailen.

Studium und Beruf

Lerne die verschiedenen Ausbildungswege in der Geomatik kennen – von der Lehre übers Studium bis zum Doktorat und Geometerpatent.


Module

für angemeldete Schulklassen, 10.00 - 16.00h.

In den angebotenen Modulen lernen Schülerinnen und Schülern Aspekte der Geomatik kennen, die auch im Alltag relevant sind, und die Anknüpfungspunkte an den Unterricht in Geografie, Physik, Informatik oder Mathematik bieten. Die Module 1 bis 4 dauern 45 Minuten und starten jeweils zur vollen Stunde. Das Modul 5 ist Bestandteil der Ausstellung PLAY im Stadtmuseum und wird speziell für den Tag der Geomatik ebenfalls angeboten. Dieses Modul dauert 120 Minuten und findet von 11-13h und von 14-16h statt.

Modul 1: Schweizer Weltatlas ‒ Wieviel Geomatik steckt in einer Karte?

Kursraum 1, 2. OG, 45 Minuten

Modulbeschreibung:

Der Schweizer Weltatlas hat mit seiner umfangreichen Sammlung von Karten und kartenverwandten Illustrationen schon Generationen von Schülerinnen und Schülern während ihrer geografischen Ausbildung begleitet. Doch was ist eine Karte überhaupt? Welche Grundlagedaten braucht es dazu? Und wie werden diese verarbeitet und gestaltet? Der Entstehungsprozess einer Karte wird in vier Schritten aufgezeigt: (1) Die Kartenkonzeption umfasst planerische Überlegungen zu didaktischen Zielen, zum notwendigen Inhalt und zum methodischen Vorgehen. (2) Geeignete Grundlagedaten sowohl für die Basiskarte als auch für den thematischen Inhalt werden zusammengesucht, ausgewählt und aufbereitet. (3) Im kartografischen Gestaltungsprozess werden die ausgewählten Kartenobjekte für den festgelegten Massstab generalisiert und mit ihren grafischen Ausprägungen symbolisiert. Ergänzt wird das Kartenbild mit wichtigen Zusätzen wie Kartentext, Legende und weiteren orientierenden Angaben. (4) Schliesslich muss die erreichte Kartenkonstruktion auf ihre Lesbarkeit und visuelle Verständlichkeit hin kritisch hinterfragt werden. Mit sich wiederholenden Verfahrensschritten wird sodann die beabsichtigte Aussagekraft verbessert.

Lernziele:

Die Schülerinnen und Schüler begreifen die Karte als bildhaftes, abstraktes, generalisiertes und symbolisiertes Modell der Realität und entdecken sie als thematische und geometrische Konstruktion. Sie erkennen den Prozess der kartografischen Visualisierung als Teil der Geomatik. Und sie lernen zudem wichtige fachspezifische Grundbegriffe und Prinzipien der Kartografie kennen.

Hilfsmittel:

Atlanten werden zur Verfügung gestellt.


Modul 2: Verlieren wir künftig die räumliche Orientierung?

Kursraum 2, 2. OG, 45 Minuten

Modulbeschreibung:

Die Schweizerinnen und Schweizer sind Pendelweltmeister. Täglich pendeln wir mit dem privaten oder öffentlichen Verkehr zwischen Wohnort und Arbeit. Wir lassen uns dabei führen und navigieren. Am Zielort nutzen wir dann Rolltreppen oder Lifte um zwischen den Stockwerken zu wechseln. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass viele Pendelnde den Weg zur Arbeit nicht mehr finden, wenn die fremdgesteuerten Verkehrsmittel und Navigationshilfen einmal nicht zur Verfügung stehen. Durch das Aufkommen von selbstfahrenden Fahrzeugen wird die Autopilotierung im Personenverkehr noch zunehmen. Verliert die Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer künftig zunehmend die räumliche Orientierung? Ein Mobilitätsparcours stellt dich vor knifflige Aufgaben und testet deine räumliche Wahrnehmung und Orientierung. Die Aufgaben werden gemeinsam ausgewertet und dein persönliches Profil daraus extrahiert.

Lernziele:

Die Schülerinnen und Schüler verstehen und nutzen fachspezifische Grundbegriffe, Konzepte und Fehler kognitiver Karten. Sie lernen Distanzen und Himmelsrichtungen im geographischen Raum zu schätzen und vergleichen und müssen dazu mit mobilen Kartenapps analysieren und navigieren und sich im Gelände zurecht zu finden. Die Schülerinnen und Schüler werden sich durch die Auseinandersetzung mit der persönlichen räumlichen Wahrnehmung des Problems der Autopilotierung bewusst und reflektieren die persönliche Mobilität (Transportmittelnutzung) im Hinblick auf das räumliche Wahrnehmungsvermögen.

Hilfsmittel:

Falls vorhanden: Eigenes Smartphone (Akku mind. 50% voll) und 20MB mobilen Daten.


Modul 3: „Augmented Reality - Erwecke deine Karten zum Leben“

Kursraum 3, 2. OG, 45 Minuten

Modulbeschreibung:

Augmented Reality – kurz AR – ist die Anreicherung der Realität mit virtuellen Inhalten und spätestens seit Pokémon Go! den meisten bekannt. AR wird dank der weiten Verbreitung leistungsfähiger portabler Geräte wie Smartphones und Tablets rasend schnell in unseren Alltag Einzug halten. Neben Computerspielen im freien Gelände können AR-Applikationen die Navigation durch das Anzeigen von Wegsignalisierungen unterstützen, im Untergrund verborgene Leitungen etc. für die Wartung und Reparatur anzeigen – und sogar Schulstoff in 3D vermitteln. In diesem Modul erlebst du, wie Landkarten und Luftbilder mittels AR plötzlich 3-Dimensional werden und sogar live-Daten, wie die aktuelle Position von Zügen und Flugzeugen, dargestellt werden.

Lernziele:

Die Schülerinnen und Schüler lernen sich auf einem Luftbild zurecht zu finden und erleben wozu eine räumliche Darstellung nützlich ist. Sie erhalten einen Einblick, wie ein Smartphone oder Tablet zusammen mit AR-Software die virtuelle Anreicherung der Realität möglich macht. Sie testen AR-Apps auf dem eigenen Smartphone und dntdecken damit verborgene 3D-Informationen auf konventionellen 2D-Karten, wie sie aus der Schule bekannt sind.

Hilfsmittel:

Falls vorhanden: Eigenes Smartphone (Akku mind. 50% voll).


Modul 4: Meyersche Stollen - Entdecke die unterirdischen Stollen von Aarau

Treffpunkt beim Eingang kuk, 45 Minuten

Modulbeschreibung:

Die Meyerschen Stollen sind ein einzigartiges, unterirdisches Stollensystem, welches wenige Meter unterhalb der Stadt Aarau verläuft. Heute sind ungefähr 2km der Gänge, welche um das Jahr 1800 entstanden, bekannt und entdeckt. Mit dem Neubau des Bahnhofs Aarau wurde ein Teil der Stollen erschlossen und für Führungen zugänglich gemacht. 200 Jahre nach dem Bau der Stollen steht vor allem der Schutz des Stollenwerks bei ober- und unterirdischen An- und Neubauten im Vordergrund. Weshalb in den vergangenen Jahren die geometrische Aufnahme und Einmessung des Stollensystems sukzessive vorangetrieben wurde. So entstand zuletzt mittels hochpräzisen Laserscanning-Messdaten eine riesige Punktwolke, welche die Stollen dreidimensional auf wenige Zentimeter genau abbildet. In diesem Modul lernen die Schülerinnen und Schüler die, nicht mehr wegzudenkende, Messmethode Laserscanning der Geomatik anhand eines Praxiseinsatzes näher kennen, können die Meyerschen Stollen im öffentlich zugänglichen Bereich unter Aufsicht begehen und den nicht begehbaren Bereich in hochaufgelösten Bilddaten mithilfe eines Panoramaviewers auf einem Tablet entdecken.

Lernziele:

Die Schülerinnen und Schüler lernen, was eine Punktwolke ist und wie sie entsteht. Anhand der live-Aufnahme und der Visualisierung einer dreidimensionalen Punktwolke der Meyerschen Stollen vor Ort mittels Laserscanning, können sie sich selbstständig in ihr zurechtfinden und orientieren. Weiter erhalten sie einen praxisnahen Einblick in eine der modernsten Erfassungsmethoden der Geomatik und erleben den Zweck eines Panoramaviewers und erfahren das Wichtigste über dieses vorindustrielle Bauwerk unter Tag.

Hilfsmittel:

Jacke, die ggf. leicht schmutzig werden kann und trittsicheres Schuhwerk. Sicherheitsausrüstung wie Helme, Taschen- und Stirnlampen werden vor Ort zur Verfügung gestellt.


Modul 5: Game Maker Workshop – programmiere deine Spielfigur

Dieses Modul dauert 120 Minuten und wird von 11-13h und von 14-16h im Stadtmuseum Aarau angeboten.

Modulbeschreibung:

Dieser zweistündige Workshop verschafft den Teilnehmenden einen Einblick in die Welt hinter Games: Was braucht es, damit ein Spiel funktioniert? Was bedeutet es, ein Spiel zu programmieren? Welche Regeln werden benötigt, um einen Charakter zu steuern? Mit dem Tool «AgentCubes» wird ein spielerischer Zugang zur Thematik «Programmieren» vermittelt.

Lernziele:

Die Schülerinnen und Schüler lernen die innere Logik eines Spiels kennen und schreiben selber ein kleines Programm für ein einfaches Game. Sie erkennen Bewegungsmuster und Interaktionen zwischen Objekten im Spiel und transferieren dies in einen Programm-Dialog in der Logik des Computers.



Die Module sind bereits ausgebucht. Falls Sie Ihre Klasse für die Warteliste anmelden möchten, können Sie uns gerne kontaktieren unter: geomatik.habg@fhnw.ch

  • ETH Zürich
  • Raumbezogene Ingenieurwissenschaften D-BAUG
  • IGP / HIL D 44.3
  • Stefano-Franscini-Platz 5
  • 8093 Zürich
  • www.rauming.ethz.ch
  • Fachhochschule Nordwestschweiz
  • Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik
  • Institut Geomatik
  • Hofackerstrasse 30
  • 4132 Muttenz
  • geomatik.habg@fhnw.ch
  • www.fhnw.ch/igeo